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            "title": "Rassistische Propaganda",
            "description": "Unbekannte kleben im Englischen Garten an eine Vielzahl von Schildern einen ausgedruckten Artikel aus der aktuellen August-Ausgabe des rechten „Compact“-Magazins von Jürgen Elsässer.\n\n\n‚Compact‘-Artikel an Schildern im Englischen Garten. Foto: a.i.d.a.\n\n\nDer Text auf den DINA4-großen Blättern, für den Elsässer selbst als Autor verantwortlich ist, trägt die Überschrift „Nizza: Wir sind im Krieg“. In dem Pamphlet schreibt der „Compact“-Chefredakteur im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Nizza vom 14. Juli 2016 unter anderem: „Wenn wir uns schützen wollen, müssen wir ab sofort jedem Muslim gegenüber vorsichtig sein! (…) Wahnsinn und Islam, das ist nämlich kein Widerspruch, sondern passt wie Arsch auf Eimer.“ Weiter heißt es auf dem ausgedruckten Flugblatt: „Wann wird unser Innenminister endlich eine Freiwilligenmiliz bilden, die der Polizei beim Aufpassen hilft? Erst, wenn auch die Alsterpromenade von Hamburg mit Leichen gepflastert ist?“\n\n\nEin ähnlicher Vorfall ereignet sich am \n20. August 2016\n erneut.",
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            "title": "IB – Schmierereien",
            "description": "In der Nacht zu Mittwoch, 3. August 2016, sprühen Unbekannte entlang der Ungererstraße zwischen Fuchsstraße und Potsdamerstraße sowie in der Germaniastraße und an der Ecke Germaniastraße/Potsdamerstraße auf private Hausmauern, auf mehrere Verkehrsschilder, auf Gehwege und Fahrbahnen, auf Pfeiler, Ampel- und Laternenmasten, auf einen Werbeplakatkasten und auf einen Stromkasten der SWM das Logo der extrem rechten „Identitären Bewegung“ sowie „Identitäre Bewegung“, „IBM“ (wohl: Identitäre Bewegung München) „I love Borders“, „Identität“, „Jugendmut“ u. a.\n\n\nIn zwei Fällen sprühen die Täter_innen auch jeweils den „Zirkel“, das aus einer komplexeren Linie bestehende Logo der „Burschenschaft Danubia“ dazu.\n\n\nDer entstandene Sachschaden dürfte mindestens in einem hohen vierstelligen Eurobereich liegen. Zusätzlich verkleben die Täter_innen zahlreiche Aufkleber der „Identitären Bewegung“ („Sichere Grenzen statt Asylwahn“, „Heimatliebe ist kein Verbechen“, „Islamisierung? Flagge zeigen dagegen!, „Europa, Jugend, Reconquista!“, „Wehr Dich gegen den großen Austausch“ etc.) sowie des rechtspopulistischen „Compact“-Magazins.\n\n\nWenige Tage vor den Sachbeschädigungen mit Bezug zur „Identitären Bewegung“ war Ende Juli 2016 bereits die „Burschenschaft Danubia“ in ihre um die Ecke in der Potsdamerstraße gelegene neue Villa eingezogen. Burschenschafter der „Danubia“ sind zuletzt mehrfach für die „Identitäre Bewegung“ aktiv gewesen, z. B. als Versammlungsleiter (München) oder Aufmarschteilnehmer (Freilassing, Wien u. a.). Die Danubia bewirbt auf ihrem facebook-Profil regelmäßig Veranstaltungen und Aktionen der „Identitären Bewegung“. Für das der „Identitären Bewegung“ zugeneigte Internetportal „Jugendmut“ ist die Burschenschaft als presserechtlich Verantwortliche eingetragen.",
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                "description": "Die RAA Sachsen e.V. wurde Anfang der 1990er Jahre vor dem Hintergrund zunehmender rechtsextremistischer Gewalt im Freitstaat Sachsen - nicht zuletzt der ausländerfeindlichen Übergriffe im September 1991 in Hoyerswerda - auf Initiative der Freudenberg Stiftung und der RAA Neue Länder gegründet. Die Arbeit gegen Rechtsextremismus stellt seither einen zentralen Arbeitsschwerpunkt der RAA dar.",
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            "title": "Erinnerungstafeln zerstört",
            "description": "„Eine Schande ist das“, sagt Brunhilde Büttner. „Ich fand es großartig, wie man hier etwas über eine außergewöhnliche Leipzigerin erfahren konnte.“ Vor einigen Wochen sei sie ganz nah ran auf die Wiese gegangen und habe sich alles genau angesehen, erzählt die 89-Jährige, die sich an Krücken fortbewegt. Eine Heldin sei Gerda Taro gewesen, die am 26. Juli 1937 im Spanischen Bürgerkrieg ums Leben kam. Sie war einen Tag zuvor während eines Angriffs der deutschen Legion Condor von einem Panzer überrollt worden. Bis zuletzt hatte sie das Grauen des Krieges dokumentiert; ihre Fotos erschienen in verschiedenen Zeitungen. „Sind meine Kameras gut aufgehoben?“, sollen ihre letzten Worte gewesen sein.\n\nTaro wurde 1910 in Stuttgart als Gerta Pohorylle geboren, zog 1929 mit der Familie nach Leipzig. Die junge Frau wehrt sich gegen den um sich greifenden Antisemitismus. Auf dem Weg zu einer Tanzveranstaltung verteilt sie Flugblätter gegen die Nazis, im März 1933 wird sie verhaftet, kommt aber nach kurzer Zeit wieder frei und setzt sich mit einer Freundin nach Frankreich ab. In Paris lernt sie im September 1934 den ungarischen Fotografen André Friedmann kennen und lieben, wird seine Schülerin. Beide erfinden sich im Exil neu. Er nennt sich nun Robert Capa, sie Gerda Taro.\n\nCapa wurde einer der bedeutendsten Kriegsfotografen – und auch ihn führte der Weg nach Leipzig. Berühmtheit erlangte neben vielen anderen sein Foto „Der letzte Tote des Krieges“, das den gefallenen US-Soldaten Raymond J. Bowman in Leipzig in der Jahnallee 61 zeigt.\n\nGerda Taros Beerdigung am 1. August 1937 auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris wurde zu einer Demonstration gegen den Faschismus. Tausende folgten ihrem Sarg, angeführt von Pablo Neruda. Wenig später geriet sie jedoch weitgehend in Vergessenheit. 1970 wurde in Leipzig eine Straße nach ihr benannt. Sie liegt nur gut 100 Meter entfernt von dem Ort, wo jetzt die Tafeln beschmiert wurden.\n\nAuch Peter Hinke, Leiter der Connewitzer Verlagsbuchhandlung, ist entsetzt über die Zerstörung. Er kommt dort jeden Morgen auf dem Weg zum Kindergarten vorbei. „Das war eine richtig gute Sache in einer Stadt, in der viele vielleicht nicht so viel mit der Person Gerda Taro anfangen konnten.“ Einer Intuition folgend habe er mehrere Aufnahmen von den Tafeln gemacht – bevor die Vandalen sie zerstörten. Wie es nun an der Straße des 18. Oktober weitergeht, ob die Tafeln womöglich erneuert werden, ist unklar. Die Macher des Fotofestivals f-stop waren am Donnerstag nicht zu erreichen. Die Polizei gehe des Sache nach, sagte eine Sprecherin.\n\nVon Jürgen Kleindienst\n\nNicht nur für viele Leipziger waren die 21 Tafeln in der Straße des 18. Oktober eines der interessantesten Projekte des Fotografiefestivals f-stop, das vom 25. Juni bis 3. Juli in Leipzig stattfand. In Wort und Bild wurde hier an die Fotografin Gerda Taro erinnert, eine Jüdin und überzeugte Sozialistin, die in Leipzig lebte und 1933 vor den Nazis nach Paris floh. In der Nacht zu Donnerstag wurden die Tafeln zerstört, mit schwarzer Teerfarbe überpinselt. Die Täter haben sich keine Mühe gegeben, die Spuren zu verwischen. Im Gras sind noch Farbkleckse zu sehen. Es musste offenbar schnell gehen. Eine Schande\n\nPolizei ermittelt",
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            "description": "Zwei Jungen im Alter von 14 und 16 Jahren wollten vor einem Supermarkt in Erfurt Nord ihre Fahrräder abschließen und den Platz verlassen, als zwei Männer mit Bierflaschen auf sie zukamen und sie mit Worten beschimpften und beleidigten wie „Scheißausländer.“ Was wollt ihr hier?“ und so weiter. Besonders einer der Männer war sehr aggressiv und bedrängte den 14jährigen so sehr, dass er erwartete geschlagen zu werden. In dem Moment stellte sich eine Frau dazwischen. Auch sie wurde von den Angreifern beleidigt, bedroht und angegangen.",
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            "description": "Ein Mann wird gegen 19.00 Uhr auf dem S-Bahnhof Alexanderplatz von einem anderen Mann, der auch den den sogenannten „Hitlergruß“ zeigt, rassistisch beleidigt und bedroht. Ein Mann und eine Frau greifen ein, stellen sich dazwischen und bringen den Betroffenen aus der Situation.",
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            "title": "Rechte Schmierereien in Dresden und Leipziger Umland",
            "description": "Leipzig. Die Polizei hat in Dresden vier Schmierer, die Umrisse von Menschen auf den Boden gesprüht haben sollen, gestellt. Die Zeichnungen erinnerten an Leichenumrisse von Tatorten. Einer der Männer im Alter zwischen 31 und 50 Jahren habe sich am Samstag auf den Boden gelegt, während ein anderer die Konturen mit Sprühkreide nachzeichnete, wie die Polizei in Dresden am Montag mitteilte. Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus, da die mutmaßlichen Täter die Aktionen in Verbindung zu den jüngsten Anschlägen in Frankreich und Deutschland stellen. Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.\n\nSeit etwa einer Woche hatten die Leichenumrisse an den Bahnhöfen in Heidenau, Königstein und Dresden die Polizei beschäftigt. Am Samstag meldete die Bundespolizei auch in den Bahnhöfen Böhlen, Neukieritzsch und Lobstädt im Landkreis Leipzig jeweils einen „nachgestellten Tatort“. Neben den dortigen Zeichnungen verteilten die Täter rote Farbe und Zettel, auf denen beispielsweise „Migration tötet“ oder „Merkel-Volkstod“ stand.",
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            "description": "Ein 27-jähriger Deutscher glaubt eine junge Frau verteidigen zu müssen, die sich mit seinem afghanischen Nachbarn vor dem gemeinsamen Wohnhaus unterhält. Trotz der Beteuerungen, dass alles in Ordnung sei, greift er den Afghanen und dessen hinzugekommenen Freund mit einem selbstgebauten Flammenwerfer an, indem er mit Feuerzeug und Spraydose eine Stichflamme erzeugt. Es entwickelt sich eine Schlägerei. Der Angreifer verfolgt die Betroffenen bis in ihre Wohnung und hält auch dort seinen Flammenwerder durch den Türspalt.",
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