{"count":16599,"next":"https://api.tatortrechts.de/incidents/?format=json&page=682","previous":"https://api.tatortrechts.de/incidents/?format=json&page=680","results":[{"id":16236,"description_highlighted":null,"title_highlighted":null,"location":{"id":2120,"house_number":null,"street":null,"postal_code":"10117","district":null,"city":"Berlin","county":"Berlin","state":"Berlin","geolocation":{"type":"Point","coordinates":[13.37691,52.51604]}},"chronicle":{"id":13,"created_at":"2021-02-19T01:44:05.905116Z","updated_at":"2021-05-03T20:48:54.427310Z","name":"Todesopfer rechter Gewalt, Amadeu Antonio Stiftung","description":"Seit Jahren beklagt die Amadeu Antonio Stiftung die große Diskrepanz zwischen der Anerkennung von Todesopfern rechter Gewalt durch staatliche Behörden und der Zählung durch unabhängige Organisationen sowie Journalistinnen und Journalisten.\n\nWo von der Bundesregierung lediglich 106 Tötungsdelikte als rechts motiviert gewertet werden, ergeben Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung eine weitaus höhere Zahl: Mindestens 213 Todesopfer rechter Gewalt seit dem Wendejahr 1990 sowie 13 weitere Verdachtsfälle.\n\nDie Recherche zu den Todesopfern rechter Gewalt stützt sich in der Regel auf Medienberichte, Monitoring durch Opferberatungsstellen und Recherchearbeiten von Journalistinnen und Journalisten sowie Gedenkinitiativen.","url":"https://www.amadeu-antonio-stiftung.de","chronicle_source":"https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/","iso3166_1":"DE","iso3166_2":null,"region":"Germany"},"sources":[{"id":19277,"created_at":"2021-02-19T02:13:57.679137Z","updated_at":"2021-02-19T02:13:57.679165Z","rg_id":"aas-trg-post-38913","name":"Berlin rechtsaußen","url":"https://rechtsaussen.berlin/2017/07/rassismus-toetet-in-berlin-rechte-gewalt-waechst-weiterhin/","date":null,"incident":16236}],"created_at":"2021-02-19T02:10:16.394977Z","updated_at":"2021-02-19T02:10:16.395015Z","rg_id":"aas-trg-post-38913","url":"https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/eugeniu-botnari-wohnungslos-34-jahre/","title":"Eugeniu Botnari","description":"Am Morgen des 17. September 2016 wurde der wohnungslose Eugeniu Botnari beim Stehlen in einer Edeka-Filiale in Berlin-Lichtenberg vom Geschäftsführer André S. beobachtet. Anstatt die Polizei zu verständigen und Anzeige zu erstatten, brachte er den 34-jährigen Moldawier in einen verschlossenen Raum des Supermarkts. Hier lagen die Quarzsandhandschuhe des Filialleiters griffbereit. Er zog sie an und prügelte mehrmals auf den wehrlosen Botnari ein, bevor er ihn trat und aus einer Hintertür in den Hof stieß. Der Filialleiter dokumentierte seine Tat und schickte die Aufnahme über soziale Medien an die Mitarbeiter_innen. Dabei kommentierte er die Tat mit rassistischen Bemerkungen.\n\nBotnari besuchte nach dem Vorfall seine Familie. Den Weinbrand, den er versucht hatte zu stehlen, wollte er als Geschenk mitbringen. Seiner Cousine erzählte er, dass er „wie ein Hund“ zusammengeschlagen worden war und es ihm schlecht ginge. Seine Familienangehörigen rieten ihm, zum Arzt zu gehen. Doch Botnari musste warten, bis ein Arzt, der ihn ohne Versichertenkarte behandelt, Sprechstunde hatte. Ein oder zwei Tage später besuchte er einen Freund. Hier klagte er über schwere Kopfschmerzen und konnte die Nacht über nicht schlafen. Als der Freund einen Notarzt rufen wollte, verließ Botnari dessen Wohnung. Um den 19. September herum ging Botnari zum Arzt, der ihn sofort ins Krankenhaus einwies. Hier starb er kurze Zeit später an einer Hirnblutung.\n\nDer Berliner Beratungsstelle Reach Out zufolge wurden Ende Januar 2017 Ermittlungen gegen André S. aufgenommen und ein Gerichtsverfahren gegen ihn eröffnet. Während der gesamten Verhandlung wurden die rassistischen und sozialdarwinistischen Einstellungen des Angeklagten und einiger Zeug_innen offensichtlich.  Allen Prozessbeobachter_innen wurde klar, dass es ähnliche Taten schon mehrfach gegeben hatte. So benutzte der Filialleiter laut Zeug_innenaussagen seine Quarzsandhandschuhe regelmäßig gegen „Diebe“, jedoch nur gegen jene, die er als „Ausländer“ erkannte. Diese waren meistens obdachlos. Es war die Regel, sie in einen Lagerraum zu bringen, dort zu schlagen und dies  zu filmen. Das Gericht sprach den Angeklagten am 27. März 2017 der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig und verurteilte ihn zu 3 Jahren und 3 Monaten Haft. In der mündlichen Urteilsbegründung verwies der vorsitzende Richter auf die Menschenverachtung, den Rassismus und Zynismus, die der Angeklagte bei der Tatausübung gezeigt habe. Auch war das Gericht davon überzeugt, dass mindestens ein Schlag des Filialleiters mitursächlich für den Tod von Eugeniu Botnari war. Der Angeklagte hat Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Weder das Gericht noch die Nebenklagevertretung thematisierten den gesellschaftlichen Rassismus und Sozialdarwinismus, in dessen Kontext die Tat möglich wurde. 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(a.i.d.a) sowie durch die Arbeit der Opferberatungs- und Antidiskriminierungsstelle BEFORE, aber auch auf Grund von Zusendungen von weiteren Münchner Organisationen und Einzelpersonen entsteht ein (unvollständiges) Bild davon, welche Aktivitäten rechter Gruppen und diskriminierende Vorfälle es in München (sowohl in der Stadt, als auch im Landkreis) gibt.","url":"https://muenchen-chronik.de","chronicle_source":"https://muenchen-chronik.de/chronik/","iso3166_1":"DE","iso3166_2":"DE-BY","region":"München"},"sources":[{"id":18570,"created_at":"2021-02-14T00:16:06.757501Z","updated_at":"2021-02-19T02:15:15.677990Z","rg_id":"https://muenchen-chronik.de/19-september-2016/","name":"Quelle: Pressebericht des Polizeipräsidiums München vom 20. 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Danach geht der Mann auch körperlich auf die Frauen (Mutter und Tochter) los und schlägt der jüngeren Frau zweimal mit der Hand ins Gesicht. Er versucht auch, die Mutter anzugreifen, verfehlt sie aber mit dem Schlag. Die jüngere Frau wird durch die Schläge an der Wange leicht verletzt.\n\n\nDurch die Gegenwehr der beiden Frauen und eines Passanten können weitere Schläge des Täters abgewehrt werden. Nach der Einfahrt in den U-Bahnhof Odeonsplatz wird der Angreifer von der alarmierten U-Bahnwache festgehalten. Der 38-Jährige beleidigt auch deren Mitarbeiter und, nach Überstellung an die Polizei, auch die Beamt_innen der Polizeiinspektion 11.","date":"2016-09-19","orig_city":"München, Ludwigsvorstadt - Isarvorstadt","orig_county":null,"orig_address":null,"contexts":"ÖPNV","factums":"Beleidigung/Beschimpfung/Bedrohung, Körperverletzung/versuchte Körperverletzung","motives":"Islamfeindlichkeit, Rassismus","tags":"Angriff"},{"id":15587,"description_highlighted":null,"title_highlighted":null,"location":{"id":228,"house_number":null,"street":null,"postal_code":"80336","district":"Ludwigsvorstadt","city":"München","county":"München (Stadt)","state":"Bayern","geolocation":{"type":"Point","coordinates":[11.5494,48.1312]}},"chronicle":{"id":11,"created_at":"2021-02-14T00:10:14.706382Z","updated_at":"2021-05-03T20:48:54.431130Z","name":"München Chronik","description":"Durch die Recherche- und Dokumentationsarbeiten der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus in München (FIRM) und der antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a) sowie durch die Arbeit der Opferberatungs- und Antidiskriminierungsstelle BEFORE, aber auch auf Grund von Zusendungen von weiteren Münchner Organisationen und Einzelpersonen entsteht ein (unvollständiges) Bild davon, welche Aktivitäten rechter Gruppen und diskriminierende Vorfälle es in München (sowohl in der Stadt, als auch im Landkreis) gibt.","url":"https://muenchen-chronik.de","chronicle_source":"https://muenchen-chronik.de/chronik/","iso3166_1":"DE","iso3166_2":"DE-BY","region":"München"},"sources":[{"id":18572,"created_at":"2021-02-14T00:16:06.769978Z","updated_at":"2021-02-19T02:15:15.705874Z","rg_id":"https://muenchen-chronik.de/18-september-2016/","name":"Quelle: Pressebericht des Polizeipräsidiums München vom 18. September 2016","url":null,"date":null,"incident":15587},{"id":18573,"created_at":"2021-02-14T00:16:06.777202Z","updated_at":"2021-02-19T02:15:15.711516Z","rg_id":"https://muenchen-chronik.de/18-september-2016/","name":" Münchner Merkur vom 19. 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